Intelligente Hausbeleuchtung – flexibel, sparsam und einfach schön

Hausbeleuchtung

Fackeln, Kerzen, Öl- und Petroleumlampen waren lange Zeit die einzig verfügbaren Lichtquellen für menschliche Behausungen von der Höhle bis zu Holz- und Steinhäusern. Mit der Entdeckung des elektrischen Stroms und der Erfindung der ersten alltagstauglichen Glühbirne vor über 130 Jahren wurde die Hausbeleuchtung erstmals komfortabel und einfach in der Nutzung. Daran hat sich in der folgenden Jahrzehnten grundlegend nichts geändert. Elektrischer Strom war billig und schien unerschöpflich zu sein. Erst, als die Strompreise anfingen unaufhaltsam zu steigen und Umweltschutz zu einem Thema für jedermann wurde, begann ein Umdenken und die Hersteller entwickelten nach und nach immer sparsamere und intelligentere Beleuchtungssysteme.

Seit ein paar Jahren sind die Zeiten, als Licht entweder an oder aus war, daher vorbei. Mit smarten und sparsamen LEDs eröffnen sich fantastische Möglichkeiten, Räume mit Licht zu gestalten. LEDs verbrauchen nicht nur bis zu 90 Prozent weniger Energie als herkömmliche Glühlampen, sie können ganz einfach per Smartphone und App gesteuert und sogar miteinander vernetzt werden.

Die Hausbeleuchtung als Teil des Smart Home

Intelligente Hausbeleuchtung

Die intelligente Hausbeleuchtung ist ein wesentlicher Teil des Smart Home. Über einen PC oder mit Smartphone oder Tablet und einer App kann über WLAN oder Bluetooth die Helligkeit der intelligenten Leuchtmittel gedimmt oder die Lichtfarbe der Beleuchtung verändert werden. Lichtstimmungen können frei programmiert und zeitgesteuert oder per Tastendruck aktiviert werden. In einem Smart Home schaltet sich die Beleuchtung automatisch ab und die Heizung fährt herunter, wenn der letzte Bewohner am Morgen das Haus verlässt.

Damit dies alles möglich ist, werden Beleuchtung, intelligente Haushaltsgeräte, Heizung, die Alarmanlage und auch Rollläden oder Jalousien mit einer Basisstation verbunden, über die alle vernetzten Geräte angesteuert werden. Wer als Bauherr überlegt, ob bei einer Renovierung oder einem Neubau, sein Heim zu einem Smart Home aufzurüsten, der sollte darauf achten, dass die einzelnen Leuchten und Geräte zueinander aber vor allem mit der Basisstation kompatibel sind. Nicht jede Leuchte benutzt die gleichen Standards bei der Datenübertragung, sodass nicht alle Geräte mit jeder Basisstation kommunizieren und von dieser gesteuert werden können.

Wo Licht ist, ist auch Schatten

Einen recht langen Schatten werfen die hohen Kosten für smarte Leuchtmittel auf die Vorteile der intelligenten Beleuchtung. Smarte LEDs, die wechselnde Lichtfarben erzeugen und gedimmt werden können, kosten aktuell je nach Hersteller, noch das 6- bis 10-fache einfacher LEDs. Hinzu kommt die Sicherheit. Wenn nur die Beleuchtung des Hauses über eine zentrale Station gesteuert werden soll, braucht man sich als Hausherr über die Sicherheit des Systems kaum Gedanken zu machen. In der Regel werden jedoch weitere Geräte und Einrichtungen wie Fenstersensoren und die Alarmanlage ebenfalls mit der Basisstation verbunden. Und wie jedes internetfähige Gerät kann auch die Zentrale des Smart Home gehackt werden. Verschaffen sich Unbefugte Zugang zum System können sie Fenstersensoren, Bewegungsmelder oder die gesamte Alarmanlage mit ein paar Klicks deaktivieren und das Haus ist ungeschützt.

Insgesamt betrachtet überwiegen die Vorteile einer Hausbeleuchtung jedoch die Nachteile bei Weitem. Die höheren Kosten sind durch die enormen Einsparungen bei den Energiekosten und die sehr lange Lebensdauer der Leuchtmittel in kurzer Zeit wieder ausgeglichen. Und die Vorteile beim Komfort durch die einfache Steuerung per App, mit Gesten oder Sprache sind mit Geld kaum zu bezahlen. Bauherren sollten sich vor der Entscheidung für eine intelligente Beleuchtung die verschiedenen Systeme selbst genau anschauen und ausprobieren, ob die Benutzerfreundlichkeit und Funktionen den eigenen Vorstellungen entsprechen.

Be Sociable, Share!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*